Donnerstag, 2. Oktober 2008

Metalied

Lieder zu schaffen ist, soweit ich das für mich beurteilen kann, nicht die einfachste Freizeitgestaltung. Überhaupt schonmal halbwegs „okehe“ Lieder zu schreiben, verdient den vollsten Respekt. Dann aber noch ein Lied zu schreiben, nur des Liedes wegen, Hut ab! Zum Beispiel „Ein Lied nur für dich“ von Die Ärzte. Es geht einzig um das Lied; dass es allein für den Hörer ist. Aber es geht auch noch besser.

Der Strafe letzter Streich „Schwarz“ enthält das „Böselied“. Ein Lied in dem ständig vor selbigen gewarnt wird. Auch irgendwie genial, weil man das Lied ja hören muss, um der angeblichen Gefahr Gewahr zu werden. Und das ist das schlimme, dass es dadurch ins Ohr geht und man es immer wieder hören muss.

Für mich schießt in dieser Disziplin die Knochenfabrik den Vogel ab. Das „Sinnlose Lied“ könnte man vielleicht als Understatement verstehen, aber es ist doch einfach mal eine nüchterne Betrachtung von Gesang und Tönen, von Strophen und Refrain. Man erhält den Eindruck, dass es das Lied eigentlich gar nicht geben dürfte, so sehr macht es Claus nieder. Aber eben ein typisches Knochenfabrik-Lied. Wer über Zivildienst und Turbonegrogästelisten, nackte Golfer und Buchstabennudelsuppen singen kann, der ist eh „jenes höhere Wesen, das wir verehren“.

In der Rubrik Metalieder gibt es bestimmt noch mehr zu erzählen, aber erstmal weiter lernen ...

Wo ich gerade bei Liedern bin, und heute noch dazu der dritte Oktober ist. Hört mal alle eifrig „Tag der Deutschen Einheit“ von den Wohlstandskindern und „Deutsche Einheit“ von der Terrorgruppe. Und vergesst bitte nicht, das Brandenburger Tor zu meiden. Und nicht nur weil Jennifer so viel Metall im Gesicht hat :D

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