Sonntag, 9. Mai 2010

Eine Punkkarriere in Hamburg

Erinnert sich noch jemand an die Terrorgruppe? Das Wochenendticket ist schuld, dass der Russenhitler mit Sabine Enemy #1 ist? Von ihrem vorvorletzten Studioalbum „1 World 0 Future“ veröffentlichten sie die Single „Allein gegen Alle“, auf der groß Terrorgrupppe mit drei P prangte. Und keiner hat’s gemerkt. Prompt eine Aktion draus gemacht: es gewinnt, wer Originalplatten von anderen Künstlern schickte, die ihren Namen auch nicht richtig schreiben konnten. Favorit von Johnny Bottrop war lange ein Bootleg von Europe mit dem Titel „The Final Cuntdown“. Haha. Aber das vielleicht nur am Rande.

2010 ist mit „Sittich – Eine Punkkarriere in Hamburg“ eine Art Tribut-Sampler für den 2004 verstorbenen Sittich herausgekommen. Er war zuletzt der Sänger bei Motormuschi und wirkte auch bei den anderen Bands der Platte (Sittich & The Sick Sick Sicks, The Derange, Rohes Fleisch und Czepoks) irgendwie mit. Von den 13 Songs sind bis auf drei alle unveröffentlicht und alle stellen auch einen schönen zeit- und musikgeschichtlichen Abriß des Punks in West-Deutschlands der letzten Jahrzehnte dar. Von frühem Post-Punk/Wave bis Rumpelpunk. Kommt dann natürlich auch mit schickem A4 Infoblatt und ist tatsächlich, wie ich nach dem ersten Reinhören finde, mehr als nur ein „interessantes Zeitdokument“ (Flight13).

PS: Nur 300 Stück!

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